Bettwäsche richtig waschen: Diese Arbeit ist zwar keine Wissenschaft, aber dennoch wichtig für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Auskunft darüber, wie regelmäßig dies erforderlich ist, und zahlreiche Tipps zum Waschen und zur sonstigen Pflege der Bettwäsche erhalten Sie in diesem Beitrag.
Warum regelmäßiges Waschen der Bettwäsche wichtig ist
Ein Drittel ihres Lebens verbringen Menschen im Bett. Gekuschelt in eine warme Bettdecke dünsten sie Schweiß aus – etwa einen halben Liter pro Nacht. Darüber freuen sich winzige Spinnentiere: die Bett- oder Hausstaubmilben – wissenschaftlich „Dermatophagoides pteronyssinus“ genannt. Diese Parasiten finden im Bett optimale Bedingungen vor.
Bettmilben ernähren sich von den Hautschuppen, die Schlafende beim Herumwälzen in ihrer Schlafstatt verlieren. Doch sie fressen nicht nur, sondern hinterlassen auch zum Leidwesen von Allergikern ihre Exkremente im Bett. Deshalb sollten Sie regelmäßig Ihre Bettwäsche waschen.
Wann sollte man Bettwäsche waschen?
In welchen regelmäßigen Abständen Sie die Bettwäsche waschen sollten ist individuell. Neigen Sie zum Schwitzen, haben Sie Haustiere, die mit im Bett schlafen, oder sind Sie Raucher? Dann empfiehlt es sich, die Bettwäsche wöchentlich in die Waschmaschine zu stecken. Auch sobald Sie krank oder nur erkältet sind, sollten Sie die Bettwäsche so oft wie möglich waschen.
Haben Sie gerade neue Bettwäsche angeschafft sieht diese zwar sauber aus, enthält aber möglicherweise produktionsbedingte Schmutzpartikel oder andere Schadstoffe, die durch das Waschen entfernt werden.
Wie wäscht man Bettwäsche richtig?
Es genügt nicht, die Bettwäsche einfach in die Maschine zu stecken und bei dreißig Grad zu waschen. Stellen Sie die Temperatur so hoch wie möglich ein, um die Bakterien und Keime aus dem Bettzeug zu entfernen.
Die Mindesttemperatur sollte sechzig Grad betragen. Diese Temperatur eignet sich für Bettwäsche aus Biber, Mikrofasern, Jersey und Frottee. Werfen Sie vorsichtshalber einen Blick auf das Wäscheetikett. Dieses klärt darüber auf, bei welcher Temperatur das Waschen möglich ist. Bedenken Sie, dass Bettwäsche aus empfindlicheren Materialien wie Seide, Leinen und Satin höchstens Waschtemperaturen von vierzig Grad Celsius vertragen. Deshalb Seidenbettwäsche unbedingt bei dreißig Grad waschen.
Damit beim Waschen nichts schiefläuft, sollten Sie die Wäsche nach Farben und Materialien sortieren. Dunkle und helle Wäsche waschen Sie separat, um Verfärbungen zu vermeiden. Die sortierte Wäsche ziehen anschließend auf links, damit die Farben nicht verblassen.
Die Wahl des richtigen Waschmittels
Waschen Sie weiße Bettwäsche, reicht ein herkömmliches Vollwaschmittel in Pulverform aus. Dieses enthält Bleichmittel, damit das Bettzeug strahlend weiß wird. Besteht die Wäsche aus Biber, Jersey oder Frottee verwenden Sie Colorwaschmittel.
Bei Bettwäsche aus Satin oder Mikrofasern haben Sie die Wahl zwischen Fein- und Vollwaschmitteln. Dagegen eignet sich für Leinen– und Mikrofaser-Bettwäsche ein Feinwaschmittel. Für Seide kommt dieses ebenso in Betracht. Jedoch erhalten Sie im Handel auch speziell auf Seide abgestimmtes Seidenwaschmittel.
Hygienespüler sind bei höheren Temperaturen nicht notwendig, da alle Bakterien und Keime abgetötet werden. Bei niedrigeren Waschtemperaturen ergibt es jedoch Sinn, das Abtöten von Bakterien und Keimen mit Hygienespüler zu unterstützen. Anderenfalls können Sie auf die Dampf-Hygiene-Funktion Ihrer Waschmaschine ausweichen, denn Dampf kann Allergene und Bakterien abtöten.
Wann sollte man Bettwäsche austauschen?
Bis Sie die alte Bettwäsche entsorgen müssen, können Sie sich fünf bis zehn Jahre Zeit lassen. Fachleute empfehlen den Austausch der Kopfkissen allerdings alle drei bis vier Jahre. Der Austausch ist notwendig, da sich Milben, Schweiß und Staub in den Schichten ansammeln. Wachen Sie morgens mit einer verstopften Nase, juckenden Augen und häufigem Niesreiz aus, ist die Belastung groß. Hilft das Waschen der Bettwäsche nicht, sollten Sie einen Austausch in Erwägung ziehen.
Wärmt Ihre Decke Sie nicht mehr, obwohl Sie diese regelmäßig aufschütteln, und hat diese an Füllkraft verloren, ist dies ebenfalls ein Indiz für die Notwendigkeit eines baldigen Austauschs. Weitere Gründe dafür können starke Abnutzung und Risse oder Löcher in der Bettdecke sein. Riecht das Bettzeug übel und dies lässt sich nicht durch Waschen und Lüften beseitigen, ist es an der Zeit, Ihre Bettwäsche auszutauschen.
Praktische Tipps für mehr Hygiene und Komfort
Mehr Hygiene und Komfort erzielen Sie, falls Sie neben dem regelmäßigen Waschen der Bettwäsche Ihr Schlafzimmer einmal am Tag lüften. Denn Milben lieben feuchte und warme Umgebungen.
Beim Waschen empfiehlt es sich, die Waschmaschine nicht zu überladen. Denn damit die Wäsche sauber wird und nicht verknittert, braucht sie Platz. Um die Umwelt zu schonen und um die Atmungsaktivität der Stoffe nicht einzuschränken, sollten Sie auf Duftstoffe verzichten. Einen frischen Duft erhält Ihre Wäsche dennoch, wenn Sie in das Weichspülerfach einige Tropfen eines ätherischen Öls geben.
Nach dem Waschen der Bettwäsche sollten Sie diese vollständig trocknen, damit sie nicht schimmelt und sich auch keine muffigen Gerüche verbreiten. Wäscheschonend ist das Trocknen an der Luft. Wählen Sie einen sonnigen und windigen Tag, ist die Wäsche blitzschnell trocken und die Sonne desinfiziert die Textilien zusätzlich.
Zur weiteren Desinfektion eignet sich auch ein Wäschetrockner. Hohe Temperaturen verträgt Baumwolle. Andere Fasern sollten Sie im Schongang trocknen. Stellen Sie Ihren Trockner nach den Empfehlungen auf dem Pflegeetikett Ihres Wäschestücks ein.
Fühlen Sie sich in gebügelter Bettwäsche wohl, achten Sie ebenfalls auf das Pflegeetikett. Durch längeres Bügeln können Sie noch vorhandene hartnäckige Bakterien und Keime gezielt bekämpfen.
Fazit
Bettwäsche richtig zu waschen ist eine Möglichkeit, die Hygiene und die Behaglichkeit im Schlafzimmer zu erhöhen. Um die Langlebigkeit der Wäsche zu steigern, waschen Sie die Wäsche bei den höchstmöglichen Temperaturen.
Sehen Sie dazu auf das Pflegeetikett. Beachten Sie die Tipps in diesem Ratgeber, reduzieren oder beseitigen Sie die Keime und Bakterien aus Ihrer Bettwäsche merklich.
