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Schimmel hinterm Schrank – Soforthilfe

Schimmel an der Wand
Schimmel hinter dem Schrank macht krank | Foto: © Anna / adobe stock

Auf den ersten Blick sieht die Wohnung picobello aus, doch hinter dem Kleiderschrank wartet der Schock. Dunkle Schimmelsporen überziehen die Wand und kleben an der Tapete. Ein klarer Fall von zu wenig Hygiene, oder? Nein, denn Schimmel hinter dem Schrank entsteht meist durch hohe Luftfeuchtigkeit und bleibt lange unbemerkt. Daher können große Schimmelflecke zum Vorschein kommen, wenn Kleiderschrank oder Schrankwand endlich weichen. Doch was tun gegen die unschönen und gesundheitsschädlichen schwarzen Rückstände?

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Ursachen von Schimmel

Die Gefahr von Schimmel hinter dem Schrank steigt, wenn das Möbelstück vor einer schlecht isolierten Außenwand steht. Insbesondere dann, wenn in der Wohnung eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

Trifft die feuchte Luft auf die kühle Wand, bildet sich Kondenswasser. Der Schrank verhindert eine ausreichende Luftzirkulation und damit den Abtransport der Feuchtigkeit. Auf den feuchten Flecken setzen sich Schimmelsporen ab, die mit bloßem Auge zunächst unsichtbar bleiben.

Erst im Laufe der Zeit bilden sich die schwarzen Schimmelflecke. Gesellen sich weitere Mikroorganismen zu den Schimmelsporen, erstrahlt die befallene Wand alternativ in:

  • grünlichen
  • gräulichen
  • rötlichen und
  • bräunlichen Tönen

Auf feuchten Polstern kann zudem gelber Schimmel auftreten. Doch unabhängig von der Farbe – Schimmel belastet das Material, auf dem er haftet sowie die Gesundheit.

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Achtung: Bevorzugt wächst Schimmel an Stellen, die ihm gute Wachstumsbedingungen bieten. Dazu gehören eine feuchte Schrankrückwand sowie die Tapete an der dahinterliegenden Wand. Doch auch an schlecht isolierten Fenstern oder in Räumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent steigt das Schimmelrisiko.

Schimmel – bedenken Sie die Gesundheitsrisiken

Zu wenig gelüftet, zu viel geheizt oder andersherum – bilden sich in der Wohnung feuchte Stellen, ist Schimmel nicht weit. Besonders hinter Schränken, Betten und anderen großen Möbeln, die eng an der Wand stehen, fühlt er sich wohl. Versteckt sich der ungebetene Hausgast, fällt er zwar optisch nicht auf. Dennoch belastet er die Gesundheit.

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Die Schimmelsporen reizen die Haut sowie die Schleimhäute. Ebenso verursachen sie allergische Reaktionen, wenn Betroffene länger mit ihnen in Kontakt kommen.

Befindet sich Schimmel hinter dem Schrank im Wohn- oder Schlafzimmer, schwirren die Sporen durch den gesamten Raum. Wer darin schläft oder gemütlich auf dem Sofa fernsieht, atmet sie ein. Je häufiger sie dabei bis in die Lunge geraten, desto höher ist das Risiko, dass sie Asthma auslösen. Diese Gefahr trifft laut Experten insbesondere auf Kinder und Kleinkinder zu.

Neben einer laufenden Nase und geröteten Augen kann Schimmel eine chronische Bronchitis auslösen. Seltener ist mit einer Schimmelpilzinfektion zu rechnen.

Leichte Schimmelbildung hinter dem Schrank löst bei gesunden Menschen zum Glück kaum gravierende Gesundheitsrisiken aus. Wer die ersten Anzeichen für Schimmel entdeckt oder bereits einen modrigen Geruch in der Wohnung wahrnimmt, sollte dennoch schnell handeln.

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Schimmel entfernen – so gehts

Schimmel hinter dem Schrank breitet sich meist lange Zeit unbemerkt aus. Bis zu seiner Entdeckung entwickelt sich ein kleiner Fleck häufig zu einem größeren Problem. Um dieses zu beseitigen, braucht es die richtige Ausrüstung:

  • Atemschutzmaske
  • Handschuhe
  • Anti-Schimmel-Spray
  • mehrere saubere Tücher

Bevor der Kampf gegen den Schimmel beginnt: Türen schließen und Fenster öffnen. Danach den Arbeitsbereich freiräumen. Für die Schimmelbekämpfung hinter dem Schrank bedeutet das:

  • Schrank zur Seite schieben.
  • Andere Möbelstücke im Raum abdecken.
  • Accessoires und Heimtextilien aus dem Zimmer schaffen.

Die Schimmelflecke erhalten zunächst einen großzügigen Schuss Anti-Schimmel-Spray. Alternativ kommt als Hausmittel 70-prozentiger Alkohol zum Einsatz. Das Anfeuchten verhindert, dass sich die Sporen im Zimmer ausbreiten.

Im Anschluss geht es daran, die von Schimmel befallene Tapete vorsichtig abzuziehen und luftdicht in einem Müllsack zu entsorgen. Haben sich Schimmelsporen auf dem Putz darunter breitgemacht, sollte dieser um den gesamten Bereich großflächig abgeschlagen werden. Die Putzreste gehören zusammen mit der entfernten Tapete in den Hausmüll.

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Die vom Schimmel befreiten Flächen erhalten zuletzt eine gründliche Reinigung. Danach sollten sie gut trocknen. Dauert das zu lang, können Haartrockner oder Heizlüfter Abhilfe schaffen.

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Schimmel hinter dem Schrank vorbeugen – unsere Tipps

Damit sich hinter Schrank, Sofa oder Bett kein Schimmel ansiedelt, heißt es: auf ein gesundes Raumklima achten. Mit dem richtigen Lüftungsverhalten ist der erste Schritt dazu getan. Damit Feuchtigkeit aus den Räumen entweichen kann, empfiehlt es sich, wenigstens einmal am Tag die Fenster weit zu öffnen. Nicht anzukippen.

Vorzugsweise zwei gegenüberliegende Fenster aufmachen, sodass Durchzug entsteht. Im Sommer dauert eine Lüftung 20 bis 30 Minuten. Im Winter reicht es, für fünf bis zehn Minuten frische Luft ins Zimmer zu lassen. Wichtig dabei für die Geldbörse: Heizung abdrehen.

Apropos – in zu kühlen Räumen erhöht sich die Schimmelgefahr. Während der Heizperiode liegt die Temperatur in Wohnräumen daher konstant bei mindestens 17 Grad Celsius. Damit die Wärme nicht entweicht, bleiben Türen zu weniger geheizten Zimmern am besten geschlossen.

Soll die Heizungsluft die kühle Innenseite von Außenwänden gut erreichen, gelten zudem folgende Einrichtungstipps:

  • Betten, Schränke und andere Möbelstücke nicht direkt an der Wand platzieren.
  • Mindestabstand von fünf bis zehn Zentimetern zwischen großen Möbeln und Außenwand.
  • Heizkörper unverstellt lassen.

Doch was, wenn sich dennoch Schimmel hinter dem Schrank bildet? Ein regelmäßiger Blick hinter das Mobiliar hilft, Schimmelspuren frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Am besten daher den Schimmel-Check einmal im Jahr in den Großputz einplanen.

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Fazit

Versteckt sich Schimmel hinter dem Schrank, bleibt er oft lange Zeit unentdeckt. Erst ein modriger Geruch in der Wohnung oder unerklärliche Haut- und Schleimhautreizungen können auf das Thema aufmerksam machen. Damit dieses schnell verschwindet, sind Anti-Schimmel-Spray, Handschuhe und Atemmaske gefragt.

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Foto: © Anna / adobe stock

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).